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02.05.2018 03:40 Alter: 26 days

KW on location - Lynn Horseman Leeson


Lynn Hershman Leeson, First Person Plural, The Electronic Diaries of Lynn Hershman (1984–96), Courtesy die Künstlerin

 

KW on location

Mai – September 2018, verschiedene Orte in Berlin

Lynn Hershman Leeson

First Person Plural

19. Mai – 15. Juli 2018

Lynn Hershman Leeson

The Novalis Hotel

19. Mai – 17. Juni 2018

Olaf Nicolai

Hier wird heute Abend ein Mensch wie ein Auto ummontiert / Ohne dass er irgendetwas dabei verliert. Brecht in der Auto-Werkstatt

29. Juni – 1. Juli 2018

KW Production Series: Jamie Crewe und Beatrice Gibson

27. September – 25. November 2018

Erstmals werden die KW Institute for Contemporary Art während der Laufzeit der Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (9. Juni bis 9. September 2018) ihr eigenes Programm in Form von Ausstellungen und Veranstaltungen in den öffentlichen Stadtraum verlagern. Berlin hat seit der Gründung der KW in den frühen 1990er Jahren eine rasante Veränderung durchlaufen. Vor diesem Hintergrund ergreifen die KW in der kommenden Saison die Gelegenheit, neue Schauplätze und Kollaborationsmöglichkeiten zu erproben – mit dem Ziel, auf Erfahrungen unterschiedlicher Dynamiken in der sich ständig wandelnden (Kultur-) Landschaft einer wachsenden Stadt einzugehen. 

KW on location findet von Mai bis September statt und führt die diesjährige, inhaltliche Auseinandersetzung des künstlerischen Programms der KW mit dem Körper und dessen Beziehungen zu Politik, Identität, Technologie und Architektur, unter anderem mit einer ortsspezifischen Installation der US-amerikanischen Künstlerin Lynn Hershman Leeson in einem Hotel in Berlin-Mitte sowie einer Präsentation ihrer Arbeiten in einer ehemaligen Lagerhalle in Berlin-Kreuzberg, fort.

Hershman Leeson gilt seit den 1960er Jahren als Pionierin für Performance- und Konzeptkunst, Neue Medien und Film. Die zweiteilige Ausstellung rückt Hershman Leesons führende Position in der Debatte um die gesellschaftliche Funktion von Medien, Innovationen und Technologien und ihren Einsatz von Kunst als Mittel des Empowerment gegen Zensur und politische Repression in den Fokus. Ihre Ausstellung First Person Plural in Berlin-Kreuzberg vereint ausgewählte Videoarbeiten aus den 1970er bis 90er Jahren mit ihrer Installation Lorna (1979–83) und Venus of the Anthropocene (2017). Für The Novalis Hotel (2018) kehrt Hershman Leeson zu ihrer Installation The Dante Hotel zurück und präsentiert eine invertierte Version der historischen Arbeit mit dem Titel The Novalis Hotel. Identität bezieht sich hier nicht mehr nur auf einen Körper, der durch soziale Normen geformt wird, vielmehr handelt es sich um eine generative, körperlose Reproduktion, die eng mit unserem genetischen Material und den Entitäten verbunden ist, die dessen Überwachung kontrollieren.

In Zusammenarbeit mit dem Berliner Ensemble präsentieren die KW Ende Juni das performative Theaterstück Hier wird heute Abend ein Mensch wie ein Auto ummontiert / Ohne dass er irgendetwas dabei verliert. Brecht in der Auto-Werkstatt des deutschen Künstlers Olaf Nicolai, das in einer Autowerkstatt im Prenzlauer Berg aufgeführt wird. Die Werkstatt zeigt die Montage und Reparatur des Mercedes-Benz Ponton, der sich ursprünglich im Besitz von Helene Weigel, der ehemaligen Intendantin des Berliner Ensembles und Bertolt Brechts Ehefrau, befand. Gleichzeitig wird Brechts Lehrstück Mann ist Mann mit SchauspielerInnen erarbeitet.

Das Programm von KW on location wird im September in den Räumen der Julia Stoschek Collection in Berlin-Mitte mit einer Ausstellung der ersten beiden Auftragsarbeiten für die KW Production Series von Jamie Crewe und Beatrice Gibson fortgeführt. 

Ein Jahr lang arbeitete Jamie Crewe täglich an Pastoral Drama. Die Arbeit besteht aus zwei parallel laufenden Videos, die sich der Allegorie und Animation bedienen, um über Fortschritt nachzudenken. Crewe setzt komplizierte Tusche- und Bleistiftzeichnungen, gesprenkelten Ton und krustiges Knetgummi ein, um sich mit der Evolution mythischer Narrative, (inter-) personellen Veränderungen und kollektiven, politischen Erfahrungen von Zeit auseinanderzusetzen. Die zweigleisige Erzählweise von Pastoral Drama vergegenwärtigt den Zusammenbruch mythischer Vergangenheiten, auf den die Gegenwart als unheilvolle Nachwelt folgt. Pastoral Drama entstand im gemeinschaftlichen Auftrag mit Tramway, Glasgow (GB).

Beatrice Gibsons 16mm Film I Hope I’m Loud When I’m Dead befasst sich mit Vorstellungen von Geschlecht, Poesie und zivilem Ungehorsam. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit zwei der bedeutendsten lebenden LyrikerInnen der USA, CAConrad und Eileen Myles. Der Film verwendet Poesie als Mittel, die Gegenwart zu begreifen. CAConrad und Eileen Myles agieren darin als prophetische Lotsen, die uns helfen, einen Weg durch das gegenwärtige Chaos zu finden. I Hope I’m Loud When I’m Dead entstand im gemeinschaftlichen Auftrag mit dem Londoner Camden Arts Centre, der Bergen Kunsthall (NO) und Mercer Union, Toronto (CA).

Darüber hinaus werden laufende Projekte wie das Residency-Format K, A Year with P. Krishnamurthy in Berlin-Schöneberg, REALTY als fortlaufende Untersuchung des komplexen Themas der Gentrifizierung sowie Bob’s Pogo Bar mit ihrem temporären Zuhause bei Tropez im Sommerbad Humboldthain in Berlin-Wedding präsentiert. 

Weitere Informationen zum Programm von KW on location finden Sie hier


Die KW Institute for Contemporary Art werden institutionell gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. 

Die Ausstellungsflächen für Lynn Hershman Leeson: First Person Plural werden zur Verfügung gestellt von THE SHELF by Pandion. Olaf Nicolai Hier wird heute Abend ein Mensch wie ein Auto ummontiert / Ohne dass er irgendetwas dabei verliert. Brecht in der Auto-Werkstatt findet in Kooperation mit dem Berliner Ensemble statt und wird gefördert von der Schering Stiftung. KW Production Series wird durch die großzügige Unterstützung der JULIA STOSCHEK FOUNDATION und OUTSET Germany_Switzerland ermöglicht. Das Projekt REALTY wird gefördert durch Mittel der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin.

Pressekontakt

Katja Zeidler

Tel. +49 30 243459 41

KW Institute for Contemporary Art

Auguststraße 69

10117 Berlin

Ausführliche Presseinformationen zum Programm finden Sie unter www.kw-berlin.de/presse.

Titel- und Laufzeitänderungen vorbehalten.

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Press Release

Berlin, May 2, 2018

KW on location

May – September 2018, various locations in Berlin

Lynn Hershman Leeson

First Person Plural

May 19 – July 15, 2018

Lynn Hershman Leeson

The Novalis Hotel

May 19 – June 17, 2018

Olaf Nicolai

Hier wird heute Abend ein Mensch wie ein Auto ummontiert / Ohne dass er irgendetwas dabei verliert. Brecht in der Auto-Werkstatt

June 29 – July 1, 2018

KW Production Series: Jamie Crewe and Beatrice Gibson

September 27 – November 25, 2018

For the first time during the Berlin Biennale for Contemporary Art, KW Institute for Contemporary Art will vacate its premises and shift its program into public space, with various events and exhibitions taking place across the city. Berlin has changed rapidly in the years since KW was founded in the early 1990s, and we have identified this upcoming season as an opportunity to test out new grounds and collaborations in order to experience new dynamics in the ever changing (cultural) landscape of a growing city. 

KW’s on location season, which runs from May until September 2018, continues to investigate this year’s main focus on the body and its relationships to politics, identity, technology, and architecture with a site-specific project in a hotel room in Berlin-Mitte and an exhibition in a former warehouse in Berlin-Kreuzberg, both by American artist Lynn Hershman Leeson

Hershman Leeson has made pioneering contributions to performance, conceptual art, new media, and film since the 1960s. The two projects affirm her position at the forefront of the debate around the use of media, innovation, and technology and their intrinsic relationship to the workings of society, employing her art over again as a tool of empowerment against censorship and political repression. In Berlin-Kreuzberg, KW will present her exhibition First Person Plural, which brings together selected video works from the 1970s-90s as well as the installations Lorna (1979–83), and Venus of the Anthropocene (2017). In Berlin-Mitte, Hershman Leeson revisits her iconic installation The Dante Hotel in the form of a new commission entitled The Novalis Hotel. The installation presents an inversion of the historic project questioning how our understanding of identity is altered by forays in media technology and forensic science.

In June, KW will collaborate with the Berliner Ensemble and will present the performative play Hier wird heute Abend ein Mensch wie ein Auto ummontiert / Ohne dass er irgendetwas dabei verliert. Brecht in der Auto-Werkstatt by German artist Olaf Nicolai in a car workshop in Berlin-Prenzlauer Berg. This play will show the assembly and repair of a Mercedes-Benz Ponton, which once belonged to Helene Weigel, the former intendant of the Berliner Ensemble and Bertolt Brecht’s wife. At the same time, Brecht’s learning play Man Equals Man will be developed with actors. 

KW continues its on location season in September with an exhibition of the first two moving image commissions of the KW Production Series by Jamie Crewe and Beatrice Gibson at the Julia Stoschek Collection in Berlin-Mitte. 

The work Pastoral Drama by Jamie Crewe comprises two parallel videos that use allegory and animation to think about progress. Through intricate drawings in ink and pencil, speckled clay, and encrusted plasticine, Crewe reflects upon the evolution of mythic narratives, (inter-) personal change, and collective political time. In its double telling, Pastoral Drama envisions the collapse of mythic pasts with the dangerous after-world of the present. Pastoral Drama is a co-commission with Tramway, Glasgow (GB). 

Beatrice Gibson’s 16mm film, I Hope I’m Loud When I’m Dead, was developed with two of the USA’s most significant living poets—CAConrad and Eileen Myles—and explores ideas around gender, poetry, and disobedience. The film uses poetry as a means to reckon with the present, and casts the figure of the poet as a guide in times of chaos. I Hope I’m Loud When I’m Dead is a co-commission with Camden Arts Centre, London, Bergen Kunsthall (NO), and Mercer Union, Toronto (CA).

Furthermore, KW will continue to present its ongoing projects such as the project space K, A Year with P. Krishnamurthy, which is situated in Berlin-Schöneberg, as well as REALTY, a continuous investigation into the complexities of gentrification, which operates at various locations, both local and international and Bob’s Pogo Bar, which will find its temporary home at Tropez, located at Sommerbad Humboldthain in Berlin-Wedding.

Click here for further details on KW on location

KW Institute for Contemporary Art is institutionally supported by the Senate Department for Culture and Europe.

The exhibition space for Lynn Hershman Leeson: First Person Plural is kindly provided by THE SHELF by Pandion. Olaf Nicolai Hier wird heute Abend ein Mensch wie ein Auto ummontiert / Ohne dass er irgendetwas dabei verliert. Brecht in der Auto-Werkstatt is a collaboration with the Berliner Ensemble and is funded by the Schering Stiftung. KW Production Series is made possible with generous support by the JULIA STOSCHEK FOUNDATION and OUTSET Germany_Switzerland. REALTY is funded by the Senate Department for Culture and Europe, Berlin. 

Press Contact

Katja Zeidler

Tel. +49 30 243459 41

KW Institute for Contemporary Art

Auguststraße 69

10117 Berlin

Detailed press information on the program is available at www.kw-berlin.de/en/press.

Titles and exhibition dates are subject to change.