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SARAH MORRIS, International Creative Management [Los Angeles], 2006, Foto: Lenbachhaus, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Sammlung KiCo

München, Lenbachhaus, verlängert bis ..

Mentales Gelb. Sonnenhöchststand – Die Sammlung KiCo

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus zeigt in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn die Ausstellung »Mentales Gelb. Sonnenhöchststand«. Die Präsentation ist der Sammlung KiCo von Doris Keller-Riemer und Hans-Gerd Riemer aus Bonn gewidmet, die seit Mitte der 1990er Jahre an beiden Museen in Bonn und München beheimatet ist. Der Schwerpunkt der Sammlung lag in ihren Anfängen auf monochromer Farbmalerei, hat sich jedoch im Lauf von zwei Jahrzehnten auf ein weites Spektrum von Gegenwartskunst bis hin zu raumgreifenden Installationen ausgedehnt. Ankäufe erfolgen unter der Prämisse, vollständige Werkgruppen oder ganze Raumkonzepte in die Sammlung zu integrieren. Die erworbenen Werke sollen den öffentlichen Museen dauerhaft zur Verfügung stehen. In enger Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Sammlern und den beiden Museen wird die Sammlung kontinuierlich erweitert und ermöglicht so die sinnvolle Ergänzung auch der Museumsbestände. Die Sammlung KiCo unterstützt das Lenbachhaus ebenso wie das Kunstmuseum Bonn ganz maßgeblich dabei, ihre jeweils eigene Sammlungspolitik auch in den kommenden Jahren entsprechend fortzusetzen.

Künstlerinnen und Künstler in der Münchner Ausstellung:
Franz Ackermann, Thomas Bechinger, Karla Black, Monica Bonvicini, Martin Boyce, Angela Bulloch, Heinz Butz, Antonio Calderara, Thomas Demand, Inge Dick, Thea Djordjadze, Ólafur Eliasson, Ceal Floyer, Isa Genzken, Katharina Grosse, Wade Guyton, Marcia Hafif, Charline von Heyl, Daniel Knorr, Maria Lassnig, Erik van Lieshout, Sarah Morris, Arnulf Rainer, Gerhard Richter, Rolf Rose, Karin Sander, Tomas Saraceno, Thomas Scheibitz, Adrian Schiess, Wolfgang Tillmans, Corinne Wasmuht

Kuratiert von Eva Huttenlauch und Matthias Mühlinn (off. Press)

 


Gillian Wearing, Self Portrait at Three Years Old, 2004, Framed c-type print, 182 x 122 cm, Heather Podesta Collection © Gillian Wearing. Courtesy: Maureen Paley, London; Regen Projects, Los Angeles; Tanya Bonakdar Gallery, New York

Kopenhagen, SMK, 13 October 2017 – 7 January 2018

Gillian Wearing  – Family Stories

British artist Gillian Wearing is interested in real life experiences. In her art she gives people a voice, examining and documenting relationships such as those in the family. SMK, National Gallery of Denmark now presents an exhibition featuring the Turner Prize-winning artist.

Throughout her career Gillian Wearing has addressed the question of how the concept of family is perceived and should be understood today. She seeks to illuminate the many different ways relationships form the patterns of our lives. From 13 October 2017 Gillian Wearing – Family Stories features a range of the artist’s works from 1992 to the present day that works with the theme of the family. The work includes photography, film and sculpture.

Gillian Wearing explains her interest:
“I look for situations where there is an element of truth. People can’t relate to a made-up fantasy of what a family is; they might aspire to it for themselves. But if they are to view someone else’s situation then they want something that is honest,” says Gillian Wearing.

Her new work A Real Danish Family, involves 492 Danish families, a jury, a TV show and a large-scale public bronze sculpture of a Danish family that will be unveiled on 13 October 2017 at SMK – which is also the day the museum opens the exhibition Gillian Wearing – Family Stories, parts of which chronicles the process of finding A Real Danish Family. (off. press)

 


Die für den Preis der Nationalgalerie 2017 nominierten Künstlerinnen Jumana Manna, Sol Calero, Iman Issa und Agnieszka Polska (v. l. n. r.), Foto: David von Becker
Juana Manna, Installationsansicht Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, © Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin / Trevor Good / Courtesy the artist & CRG Gallery, New York / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Berlin, Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, 29.09.2017 – 14.01.2018

Preis der Nationalgalerie 2017- Shortlist-Ausstellung

In diesem Jahr wurden Sol Calero (geb. 1982 in Caracas), Iman Issa (geb. 1979 in Kairo), Jumana Manna (geb. 1987 in Princeton) und Agnieszka Polska (geb. 1985 in Lublin) von einer internationalen Jury für den Preis der Nationalgalerie 2017 nominiert. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist eine museale Ehrung für Künstlerinnen und Künstler unter 40, die in Deutschland leben und arbeiten. Alle vier Positionen, die nun in einer gemeinsamen Ausstellung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin vorgestellt werden, teilen ein Interesse an einem nicht nur künstlerischen Diskurs. Mit ihrem medienübergreifenden Schaffen nehmen sie einen häufig subjektiven Bezug auf gesellschaftliche Prozesse.

So erkundet Jumana Manna in ihren Filmen und Skulpturen die Wechselwirkungen von sozialen, politischen oder zwischenmenschlichen Machtgefügen mit dem menschlichen Körper.

In ähnlicher Weise fragt auch Iman Issa nach der Relevanz und Gegenwärtigkeit von geerbter Kultur. Bei ihren Skulpturen aus der Serie der „Heritage Studies“, die zunächst wie reduzierte Studien zu Form und Material wirken und einen primär formalästhetischen Diskurs zu führen scheinen, handelt es sich um die skulpturale und subjektive Aneignung alter Kunstwerke und Kulturgüter durch den heutigen Blick der Künstlerin.

Auf eine ebenso verschlüsselte Aneignung vorgefundener kultureller Erzeugnisse treffen wir in den beiden Animationsfilmen von Agnieszka Polska. Doch entstammen ihre Referenzen weder der fernen Vergangenheit, noch der Hochkultur.

Ebenso wie Polska arbeitet auch Sol Calero mit einer uns bekannt erscheinenden Ästhetik. Ihr Interesse gilt einer „lateinamerikanischen Identität“ und deren kulturellen Codes. In ihren raumgreifenden Installationen verbinden sich Elemente traditioneller Architektur, die Ästhetik der Tropen und soziale Interaktion. (off. press) 


Chicken Shed, 2017, Concrete, 2160 x 2290 x 2780 mm, Courtesy the artist, © Rachel Whiteread, Photo: © Tate

London, Tate Britain, 12 September 2017 – 21 January 2018

Rachel Whiteread

Tate Britain presents the most substantial survey to date of work by Rachel Whiteread, one of the leading artists of her generation. The exhibition reveals the extraordinary breadth of her career over three decades, from the four early sculptures shown in her first solo show in 1988 to works made this year especially for Tate Britain including Chicken Shed, a new concrete shed installed outside the gallery. Known for her signature casting technique, Whiteread’s work ranges in scale from the modest to the monumental in a variety of materials such as plaster, resin, rubber, concrete, metal and paper.

Rachel Whiteread first rose to wide public attention with the unveiling of her first public commission House in London’s East End in 1993. A concrete cast of the interior of an entire terraced house, House only stood for a few months before its demolition, but was a landmark public sculpture for London and has come to epitomise Whiteread’s lifelong project as an artist: fusing everyday architectural and domestic forms with personal and universal human experiences and memories.

In a vast 1,500m² open gallery space, some of Whiteread’s most important large scale sculptures are shown alongside her more intimate works. These will include Untitled (Book Corridors) 1997-8 and Untitled (Room 101) 2003 – a cast of the room at the BBC’s Broadcasting House thought to be the model for Room 101 in George Orwell’s dystopian novel Nineteen Eighty Four. A range of smaller sculptures include casts in different materials and colours from architectural features such as floors, doors and windows to domestic objects such as tables, boxes and a selection of Torsos, Whiteread’s casts of hot water bottles. (off. press)

 


From ‘The Last Resort’. New Brighton. England. GB 1983-85 © Martin Parr / Magnum Photos und Kunstfoyer

München, Versicherungskammer Kulturstiftung, 11.10.2017 -28.01.2018

MARTIN PARR.Souvenir - A Photographic Journey

Martin Parr (*1952) ist einer der bedeutendsten Dokumentarfotografen unserer Zeit. In seinen Arbeiten zeigt der Brite die gesellschaftliche Realität: Phänomene wie Konsum, Tourismus oder nationale Identitäten beleuchtet er aus einer unterhaltsamen Perspektive, die das Banale, Extreme und manchmal auch Abgründige im Alltäglichen sichtbar macht. Der vielfach ausgezeichnete Fotograf ist Mitglied der renommierten Fotoagentur Magnum, mit der das Kunstfoyer bereits viele großartige Kooperationen hatte.

„Souvenir“ ist die erste umfassende und zugleich aktuelle Ausstellung über Martin Parr. Sie wurde in Stockholm, Zürich und Wien gezeigt und kommt ab Oktober 2017 ins Kunstfoyer nach München. Als special event bzw. kleine Vorschau wird der Kunsttunnel (U4/5 und U3/6) am Odeonsplatz bereits ab 29. September für 10 Tage mit Werken von Martin Parr gestaltet sein. ... 

 THE LAST RESORT
The Last Resort zeigt das Treiben der Tagesgäste im Badeort New Brighton, unweit des Zentrums von Liver- pool. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war New Brighton Ausflugsziel der wohlhabenden Gesellschaft. Als Parr sich für diesen Ort interessierte, war dessen mondäne Zeit längst Geschichte. Das Nichtstun am Strand und das Faulenzen in der Sonne waren in die Freizeitgestaltung der Arbeiterklasse übernommen worden. Die Dokumentation des Trubels an diesem beliebten Strand mit seiner verblassten und heruntergekommenen Kulisse war Martin Parrs erste bedeutende Serie in Farbe. The Last Resort ist auch vor dem Hintergrund der neoliberalen Politik der Thatcher-Ära zu lesen, die für die Arbeiterklasse prekäre Lebensumstände zur Folge hatte. Die Werkgruppe markiert den Beginn von Parrs internationaler Karriere. (off. press)

 


Franz Marc, Große Landschaft I, 1909, Öl auf Leinwand, Franz Marc Museum.Kochel a. See, Stiftung Etta und Otto Stange
Franz Marc, Landschaft mit Tieren und Regenbogen, 1909, Gouache auf Glas, Collage von Silberfolie und Papieren Ankauf gefördert durch:, Bayerische Landesstiftung, Bundesrepublik Deutschland, E.ON AG, Kulturstiftung der Länder, Ernst von Siemens Kunststiftung, Wilhelm von Finck Stiftung, Wilhelm Winterstein

Kochel am See, Franz Marc Museum, 15.10.2017 – 18.02.2018

Wie sieht ein Pferd die Welt?:

»Gibt es für einen Künstler eine geheimnisvollere Idee als die, wie sich wohl die Natur in dem Auge eines Tieres spiegelt? Wie sieht ein Pferd die Welt oder ein Adler, ein Reh, ein Hund?« – Als Franz Marc 1911/12 diese Zeilen schrieb, hatte er in jahrelanger, intensiver Arbeit die Komposition für seine großen Pferdebilder entwickelt, für seine heute so bekannten und beliebten Gemälde, auf denen die Tiere und ihre innige Verbindung zur Natur das zentrale Motiv sind und zum Symbol für sein Natur- und Weltverständnis werden.

Marcs Gemälde »Große Landschaft I«, seit 2016 neu in der Sammlung des Franz Marc Museums, bezeichnet die letzte Etappe auf dem Weg dorthin. Die wissenschaftliche Untersuchung des Gemäldes, die im Doerner Institut in München durchgeführt wurde, ließ den spannungsvollen kreativen Prozess, in dem es entstand, nachvollziehen und führte zur Entdeckung mehrerer vom Künstler abgetrennter Teilstücke des Werks. Die Ausstellung präsentiert diese Untersuchungsergebnisse sowie die wiederentdeckten Fragmente aus Stuttgart und New York und bietet mit zahlreichen Zeichnungen, Gemälden und Arbeiten auf Papier Einblick in das Atelier des Künstlers.
Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Doerner Institut der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München. (off. press)

und

Hinterglasmalerei -zwischen Volkskunst und Avantgarde

Die Künstler und Künstlerinnen des »Blauen Reiters« waren fasziniert von allen antiakademischen Kunstäußerungen. Besonders schätzten sie die traditionelle bayerische Hinterglasmalerei mit ihren strahlenden Farben. Die Ausstellung zeigt in zwei Kapiteln, wie die Technik der Hinterglasmalerei den Künstlern als Inspiration und künstlerisches Experimentierfeld diente.

Im Zentrum stehen zwei Schlüsselwerke aus dem Kreis des »Blauen Reiters«: Gabriele Münters Ölgemälde, »Mann im Sessel« (Paul Klee), wird in einem Kabinett als Teil einer Rauminstallation präsentiert. So entsteht ein atmosphärischer Eindruck der Lebenswelt der Künstlergruppe des »Blauen Reiters«. Dies ist auch das Thema des zweiten Kabinetts. Dort sind erstmals das Hinterglasbild Franz Marcs, »Landschaft mit Tieren und Regenbogen« sowie die nach ihm entstandene Stickerei seiner Frau Maria Marc in direkter Gegenüberstellung zu sehen.

Die Ausstellung ist Teil der Reihe »Das Blaue Land hinter Glas« der MuSeenLandschaft Expressionismus. Parallel sind Ausstellungen im Buchheim Museum, Bernried, im Schloßmuseum Murnau und im Museum Penzberg - Sammlung Campendonk zu sehen. (off press)


Sesostris III som sfinx / Senwosret III as a sphinx, Photo credit: The metropolitan Museum of Art

Kopenhagen, NY CARLSBERG GLYPTOTEK, 12 October 2017 – 25 February 2018

Pharaoh. The Face of Power

In an impressive special exhibition the Glyptotek gives a glimpse into the power structures, god-worship and everyday life in Ancient Egypt when Pharaoh reigned as a personified god and undisputed authority.

Ancient Egypt has always fascinated us. Not least the legendary pharaohs – the kings who ruled over them all, who were more gods than human beings – were the subject of many tales through the ages. In the exhibition, “Pharaoh – the Face of Power” we examine the period 2000-1700 BC, known as the “Middle Kingdom” when the Egyptian realm rose again after a period of decline, and strong pharaohs united the country with centralised power. Here visitors can experience how, 4000 years ago, it was possible to construct personal myths and manage to rule a people – with absolutely no help from spin doctors, the press or the social media.

Objects from New York, Boston and Stockholm

Objects from the Glyptotek’s own Egyptian collection, which is among the finest in the world, will be exhibited in ”Pharaoh. The Face of Power” side by side with loans from such institutions as The Metropolitan Museum of Art in New York, Medelhavsmuseet in Stockholm, The National Museum of Denmark and The Museum of Fine Arts in Boston. Together they present the visitors with a unique glimpse into the culture surrounding the powerful pharaohs and provide an opportunity to come really close to Ancient Egypt through everything from monumental sculptures to fine small amulets.

The Crocodile God Sobek is Crowned

The collaboration with the Museum of Fine Arts in Boston has a special background.  In 2010, Tine Bagh, the Glyptotek’s Egyptologist, travelled to Boston with a plaster cast of the base of what was believed to be the crown from a statue of the Crocodile God Sobek. In Boston it was established that the crown, which belongs to the Glyptotek, fits the statue of Sobek in Boston. In connection with ”Pharaoh. The Face of Power” the two have been reunited so that, for the first time since the days of Ancient Egypt it will be possible to see Sobek together with his fabulous king’s crown. (off. press)

 


Amedeo Modigliani 1884 - 1920, Jeanne Hébuterne, 1919, Medium Oil paint on canvas, 914 x 730 mm, The Metropolitan Museum of Art, New York

London, Tate Modern, 23 November 2017 – 2 April 2018

MODIGLIANI

This autumn, Tate Modern will stage the most comprehensive Modigliani exhibition ever held in the UK, bringing together a dazzling range of his iconic portraits, sculptures and the largest ever group of nudes to be shown in this country. Although he died tragically young, Amedeo Modigliani (1884–1920) was a ground-breaking artist who pushed the boundaries of the art of his time. Including almost 100 works, the exhibition will re-evaluate this familiar figure, looking afresh at the experimentation that shaped his career and made Modigliani one of the greatest artists of the twentieth century.

A section devoted to Modigliani’s nudes, perhaps the best-known and most provocative of the artist’s works, will be a major highlight. In these striking canvases Modigliani invented shocking new compositions that modernised figurative painting. His explicit depictions also proved controversial and led to the police censoring his only solo lifetime exhibition, at Berthe Weill’s gallery in 1917, on the grounds of indecency. This group of 10 nudes will be the largest group ever seen in the UK, with paintings including Seated Nude 1917 (Royal Museum of Fine Arts, Antwerp) and Reclining Nude c.1919 (Museum of Modern Art, New York).

Born in Livorno, Italy and working in Paris from 1906, Modigliani’s career was one of continual evolution. The exhibition begins with the artist’s arrival in Paris, exploring the creative environments and elements of popular culture that were central to his life and work. Inspired by the art of Paul Cézanne, Henri Toulouse-Lautrec and Pablo Picasso, Modigliani began to experiment and develop his own distinctive visual language, seen in early canvases such as Bust of a Young Woman 1908 (Lille Métropole Musée d'Art Moderne, Villeneuve-d'Ascq) and The Beggar of Leghorn 1909 (Private Collection). His circle included poets, dealers, writers and musicians, many of whom posed for his portraits including Diego Rivera 1914 (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf), Juan Gris 1915 (Metropolitan Museum of Art, New York) and Jean Cocteau 1916 (The Henry and Rose Pearlman Foundation, Princeton University Art Museum). The exhibition will also reconsider the role of women in Modigliani’s practice, particularly poet and writer Beatrice Hastings. Hastings will be shown not simply as the artist’s muse, but as an important figure in the cultural landscape of the time.  (off. press)


Yirawala, Kundaagi - Red Plains Kangaroo, 1962, natural earth pigments on Eucalyptus bark, 103x47 cm, National Gallery of Australia, Canberra, © the estate of the artist, VG Bild-Kunst, Bonn 2017

 

Berlin, me collectors room, 17. November 2017 bis 2. April 2018

Indigenous Australia - Masterworks from the National Gallery of Australia

Mit „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“ präsentieren die National Gallery of Australia (NGA) und der me Collectors Room Berlin ab dem
17. November einen umfangreichen Einblick in die Welten der traditionellen und modernen Kunst der indigenen Australier zwischen dem frühen 19. Jahrhundert und der Gegenwart.

Die National Gallery of Australia verfügt über die weltweit größte Sammlung von Kunstwerken der Völker der Aborigines und der Torres-Strait-Insulaner, eine der „ältesten, reichsten und komplexesten“ Kunsttraditionen der Menschheitsgeschichte. Aus diesem großen und bedeutsamen kulturellen Schatz hat Franchesca Cubillo, NGA Senior Curator of Aboriginal and Torres Strait Islander Art, rund 100 der bedeutendsten Werke ausgewählt, die mit „Indigenous Australia: Masterworks from the National Gallery of Australia“ präsentiert werden.

Gemälde, Videos und Skulpturen stehen für die große Vielfalt der Kunststile und ihre jüngere Entwicklung. Viele Werke sind inspiriert durch tiefe Spiritualität, die in den traditionellen Kulturen und ihrer Verbindung zur Natur zum Ausdruck kommt. Auch die Mythologie der „Traumzeit“ nimmt häufig einen wichtigen Platz ein, was sich in komplexen Mustern und bewegten Formen spiegelt. Gleichzeitig erinnern Titel wie „Meeting the White Man“ (Tommy McRae) daran, dass es für diese Kulturen in der vergangenen Geschichte Zeiten großer Umbrüche und Veränderungen gab. KünstlerInnen bedienten sich verschiedener Medien, um die Lebensweisen ihrer Völker, ihre Mythologie und traditionellen Riten zu dokumentieren und damit für zukünftige Generationen zu bewahren. Viele der Arbeiten setzen sich unmittelbar mit Themen auseinander, die heute die Gesellschaften der Aborigines beschäftigen: Identität, Politik und die gemeinsame, komplexe Geschichte.

Dieser noch immer stattfindende Prozess des Wandels spiegelt sich auch in der chronologischen Anordnung der Werke in der Ausstellung wieder. Viele der frühen Stücke, die Naturphänomene und das Land zeigen, sind mit natürlichen Erdpigmenten auf Rindenstücke gemalt und damit ganz bewusst mit dem Land verbunden, auf dem sie entstanden. Später führte der zunehmende Austausch zwischen indigener und westlicher Kultur zur Einbeziehung neuer Stile. KünstlerInnen der Papunya-Gemeinschaft übernahmen beispielsweise seit den 1970er Jahren die Technik der Acrylmalerei auf Leinwand als neues Medium, andere machten sich bereits in den 1930er Jahren westliche Techniken zu eigen. Seit den 1980er Jahren kommt in den Werken ein immer breiteres Spektrum an Medien und Stilen zum Einsatz, ohne dabei im Kern die zentralen Themen Natur, Land und soziale wie politische Gemeinschaft aufzugeben, womit sie tief in den Stilen und Traditionen ihrer Kultur verwurzelt bleiben...(off. press)

 


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